Deutsche Bank entschuldigt sich: "Das Verhalten der Bank war inakzeptabel"

Samstag, 04.02.2017   15:43 Uhr

Es war einmal ein Geldhaus in Frankfurt am Main, das hatte ein solides Geschäft, angesehene Chefs und Mitarbeiter sowie Kunden, die stolz darauf waren, ihren Arbeitsplatz oder ein Konto bei der Deutschen Bank zu haben.

Doch spätestens seit der Finanzkrise ab 2007/2008 wird die Story so nicht mehr erzählt. Seitdem ist die Deutsche Bank immer wieder in den Schlagzeilen - etwa wegen der Beteiligung an Zinsmanipulationen (Libor), umstrittener Hypothekengeschäfte, Verstößen gegen Handelssanktionen oder Milliardenverlusten. Erst diese Woche musste Bankchef John Cryan miese Zahlen für das vergangene Jahr verkünden, die er angesichts der noch schlimmeren Ergebnisse davor als Wendepunkt zu verkaufen versuchte.

Wie sehr Cryan an einem neuen Narrativ gelegen ist, wird auch an diesem Wochenende sichtbar. In ganzseitigen Anzeigen überregionaler Tageszeitungen entschuldigt sich Cryan im Namen des Vorstands und des Aufsichtsratsvorsitzenden Paul Achleitner für die Vergehen der Vergangenheit.

"Diese Altlasten haben uns nicht nur viel Geld, sondern auch Reputation und Vertrauen gekostet... Das möchte ich zum Anlass nehmen, um im Namen des Vorstands der Deutschen Bank unser tiefes Bedauern auszudrücken für das, was geschehen ist. Wir möchten uns dafür entschuldigen."

Es seien etwa bei Hypotheken-Geschäften in den USA zwischen 2005 und 2007 schwere Fehler gemacht worden. "Das Verhalten der Bank entsprach hier nicht unseren Standards und war inakzeptabel. Das gilt leider auch für andere Fälle", schreibt Cryan.

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US-Einreisebann gebrochen - vorerst

Nachdem ein Richter im US-Bundesstaat Washington das umstrittene Einreiseverbot vorläufig gestoppt hat, befördern erste Fluglinien wieder betroffene Passagiere in die USA. Unterdessen kündigte die Regierung an, Widerspruch gegen die Entscheidung einzulegen. Präsident Trump nannte die Verfügung "lächerlich".

Nach der einstweiligen Verfügung gegen den von Präsident Trump verfügten Einreisestopp werden die ersten davon betroffenen Passagiere wieder in die USA befördert. Die arabische Fluggesellschaft Qatar Airways etwa teilte auf ihrer Internetseite mit, dass es Bürgern aus den sieben betroffenen Staaten sowie Flüchtlingen wieder gestattet sei, in die Vereinigten Staaten einzureisen, sofern sie ein gültiges US-Visum oder eine Green Card vorweisen könnten. Auch weitere Fluglinien wie die Lufthansa, Swissair, Egyptair, American Airlines oder Air France kündigten an, vom Einreiseverbot betroffene Bürger zu befördern. In einer Telefonkonferenz mit den Fluggesellschaften hatte die Grenzschutzbehörde erklärt, dass sie nun wieder die Visa akzeptieren werde und zur Praxis vor dem Erlass zurückkehren werde.

Einreisen darf nun auch ein Baby, das in New York eine lebensrettende Operation erhalten soll. Das vier Monate alte Mädchen aus dem Iran und ihre Familie hätten Reisedokumente erhalten, teilte der Gouverneur von New York, Andrew Cuomo, mit. Zuvor war der iranischen Familie, die Verwandte im US-Bundesstaat Oregon hat, die Einreise verweigert worden. Cuomo kritisierte den Einreisestopp erneut scharf: "Während Washington versucht, Amerikas goldene Tür zu schließen und die Fackel der Freiheitsstatue auszulöschen, wird New York den Idealen treu bleiben, auf denen diese Nation gebaut ist", betonte der Gouverneur.

US-Bundesrichter blockiert Einreiseverbot

Zuvor hatte ein Richter im Bundesstaat Washington der vor einer Woche verfügten Einreisesperre einen Riegel vorgeschoben. Der Bann ist vorläufig ausgesetzt.

Die einstweilige Verfügung gilt laut der Urteilsbegründung landesweit, wie die Generalstaatsanwaltschaft mitteilte. Sie bleibe bis zur Entscheidung in der Hauptsache in Kraft. Der Bundesstaat Washington war der erste Bundesstaat, der gegen das Dekret des US-Präsidenten Donald Trump Einspruch eingelegt hatte - nur drei Tage, nachdem der Einreisestopp vom Republikaner Trump verhängt worden war. Im Laufe der Woche schloss sich auch der Staat Minnesota der Klage an.

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Bundesliga: Schalke muss bei den Bayern ran

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Wahl in Frankreich: Das "Who is who" der Kandidaten

Die heiße Phase im französischen Präsidentschaftswahlkampf hat begonnen: Zuwanderung, EU-Mitgliedschaft, Mindestlohn oder Umwelt - Wahlkampfthemen gibt es viele. Doch wofür stehen die aussichtsreichsten Kandidaten? Und wer hat welche Chancen?

Von Le Pen bis Mélenchon: Kurz vor der Präsidentenwahl in Frankreich wird das Bewerberfeld deutlicher. Doch mit weiteren Überraschungen ist zu rechnen. Die wichtigsten Anwärter im Überblick:

Marine Le Pen

Die Kandidatin des rechtsextremen Front National (FN) vertritt radikale Positionen im Hinblick auf Europa und Ausländer. Unter anderem strebt sie mit ihrer Partei ein Referendum über einen Austritt Frankreichs aus der Europäischen Union ("Frexit") an, zudem eine drastische Beschränkung der Einwanderung sowie protektionistische Maßnahmen für die französische Wirtschaft. Dazu zählt etwa der Ausstieg aus dem Euro. In Umfragen für die erste Wahlrunde im April liegt die 48-Jährige mit mindestens 25 Prozent regelmäßig vorne.

François Fillon

Der Spitzenkandidat der bürgerlichen Rechten galt vor der Affäre um den Parlamentsjob seiner Frau als Favorit der Wahl. Nach einer neuen Umfrage könnte der 62-Jährige jedoch - entgegen bisheriger Annahmen - nicht in die entscheidende zweite Runde im Mai gelangen. Die französische Justiz prüft Vorwürfe, wonach Fillons Frau nur zum Schein im Parlament angestellt war. Fillon hatte die Vorwürfe mehrfach zurückgewiesen.

Der ehemalige Premierminister gilt als Wirtschaftsliberaler und Vertreter eines Sparkurses. Er will eine halbe Million Jobs im öffentlichen Dienst kürzen und seine Landsleute länger arbeiten lassen.

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Karneval in Köln: Lkw-Verbot in der Innenstadt

Symbolbild: LKW sperrt Kölner Straße ab

Am Karnevalssonntag und am Rosenmontag gilt ein Lkw-Verbot in der Kölner Innenstadt. Die Maßnahme sei eine Folge der Terroranschläge in Berlin und Nizza, teilte die Stadtverwaltung mit. [mehr]

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Attacke in Paris: Louvre-Angreifer kam vermutlich als Tourist

Beim Angreifer nahe des Louvre-Museums in Paris könnte es sich um einen 29-jährigen Ägypter handeln. Er soll mit einem Touristenvisum nach Frankreich gereist sein und vor dem Attentat mehrere Twitter-Nachrichten mit Bezug auf den IS verschickt haben.

Der Mann, der Freitagmorgen nahe des Louvre-Museums in Paris auf mehrere Soldaten mit zwei Macheten zu gestürmt war, soll vermutlich ein 29-jähriger Ägypter sein. Davon geht die Staatsanwaltschaft aus, auch wenn der Angreifer noch nicht formell identifiziert ist. Nach Erkenntnissen der Ermittler soll der mutmaßliche Täter am 26. Januar von Dubai nach Paris geflogen sein - mit einem Touristenvisum.

Der Macheten-Angreifer hatte in der Einkaufsgalerie Carroussel du Louvre vier patrouillierende Soldaten angegriffen. Er soll "Allahu Akbar" gerufen haben. Ein Soldat wurde am Kopf verletzt, stürzte auf einen zweiten Soldaten. Dieser fiel zu Boden, wehrte den Angreifer zunächst mit Fußtritten ab und eröffnete dann mit seinem Sturmgewehr das Feuer. Der Angreifer wurde unter anderem durch einen Bauchschuss schwer verletzt. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Inzwischen befindet er sich nicht mehr in Lebensgefahr. Der Mann kann allerdings noch nicht verhört werden. Der Louvre ist wieder geöffnet.

Twitter-Botschaften mit IS-Bezug

Möglicherweise hat der Mann kurz vor seinem Angriff mehrere Twitter-Botschaften über den Onlinedienst Twitter verschickt. Darin habe der Tatverdächtige Bezug auf die Dschihadistengruppe "Islamischer Staat" (IS) sowie die "Brüder in Syrien und die Kämpfer in der ganzen Welt" genommen, hieß es am späten Freitagabend aus ermittlernahen Kreisen.

Von dem Konto, das dem Mann zugerechnet wird, seien wenige Minuten vor dem Angriff mindestens zehn Botschaften auf Arabisch veröffentlicht worden, berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Unter anderem war darin auch die Rede von einer Reise von Dubai nach Paris am 26. Januar - dies deckt sich mit dem Flug des Tatverdächtigen.

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Das ist „das entzückendste Tier der Welt“

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Ein kleines, zurückgelassenes Faultier aus Costa Rica wird berühmt. Es wurde im tropischen Regenwald in Quepos an der Pazifikküste entdeckt und kam in die Obhut der Organisation „Kids Saving the Rainforest“.

Womöglich war es von einem Baum gefallen.

In dem Reservat soll das Tier so weit gepflegt werden, dass es wieder in die Wildnis entlassen werden kann.

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Bekannt wurde das etwas träge Mini-Faultier mit dem verträumten Blick durch ein Video des Abenteurers Coyote Peterson, der über die Plattform YouTube seinen „Brave Wilderness Channel“ betreibt.

Er reist durch die Welt, auf der Suche nach Begegnungen mit besonderen Tieren. Er habe das „entzückendste Tier der Welt“ getroffen, sagt er.

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Der kleine Eisbär hat jetzt einen Namen

Der kleine Eisbär, der im November im Berliner Tierpark geboren wurde, hat endlich einen Namen. Aus mehr als 10.000 Namensvorschlägen hat eine siebenköpfige Jury die Entscheidung getroffen.

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Rapper-Autogrammstunde eskaliert - Tritte gegen Polizei

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Nach den Krawallen in einem Elektronikmarkt am Alexanderplatz ermittelt die Polizei gegen vier Verdächtige wegen insgesamt neun Vorwürfen. Wie die Berliner Polizei am Samstag mitteilte, wollten am Freitagnachmittag zeitweise bis zu 400 Besucher an einer Autogrammstunde des Rappers Capital Bra teilnehmen. Weil das Geschäft zu voll wurde, sicherte die zu Hilfe gerufene Polizei die Veranstaltung mit 90 Beamten und vier Hunden. Dabei kam es zu Tumulten.

Ein 17-Jähriger wollte laut Polizeiangaben an den Beamten vorbei in das Geschäft hinein. Nach einem Gerangel nahmen ihn die Beamten fest. Ein 15-jähriger versuchte ihn zu befreien, indem er nach einem Beamten trat. Gegen ihn wird wegen versuchter Gefangenenbefreiung und versuchter schwerer Körperverletzung ermittelt. Beide wurden von der Polizei an ihre Eltern übergeben.

Gegen einen weiteren 17-Jährigen wird wegen Körperverletzung ermittelt, weil er bei der Veranstaltung eine Frau geschlagen haben soll. Zu dem vierten Tatverdächtigen lagen am Samstag noch keine weiteren Erkenntnisse vor.

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Rapper Capital Bra hatte zunächst auf Facebook an seine Fans appelliert, friedlich zu bleiben. Hinterher bedankte er sich. „Ich bin so stolz, so krasse Fans zu haben“, schrieb der Rapper auf seiner Facebook-Seite.

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Frankreich: FN geht mit "Frexit" in den Wahlkampf

Vor Wahl in Frankreich: Mit "Frexit" in den Wahlkampf | tagesschau.de Logo tagesschau.de
Scheinbeschäftigungsskandal um seine Frau unter massiven Druck geraten und befindet sich in Umfragen in freiem Fall.

Der Pro-Europäer Macron, der unter dem sozialistischen Staatschef François Hollande zwei Jahre lang Wirtschaftsminister war, wird am Nachmittag ebenfalls eine große Wahlkampfveranstaltung in Lyon abhalten. Der 39-jährige sozialliberale Reformer präsentiert sich als frische Alternative zu den Vertretern der großen Parteien und ist für viele Franzosen ein Hoffnungsträger geworden.

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Präsidentschaftswahlen in Frankreich: Umfrage sieht Fillon vor dem Aus


François Fillon galt als Favorit für das Präsidentenamt in Frankreich. Wegen einer Scheinbeschäftigungs-Affäre fällt er in den Umfragen deutlich zurück: Er dürfte wohl die Stichwahl um das höchste Amt verpassen.

Figuren der Präsidentschaftsanwärter Macron (links), Fillon (Mitte), Le Pen

REUTERS

Figuren der Präsidentschaftsanwärter Macron (links), Fillon (Mitte), Le Pen

Samstag, 04.02.2017   13:31 Uhr

Erst der Höhenflug, nun droht der Absturz: Der konservative französische Präsidentschaftskandidat François Fillon wird einer Umfrage zufolge die Stichwahl um das höchste Staatsamt nicht erreichen. Stattdessen würden der parteiunabhängige Kandidat Emmanuel Macron und Marine Le Pen vom rechtsextremen Front National in die entscheidende Wahlrunde am 7. Mai gehen, geht aus einer Erhebung des Instituts BVA hervor.

Auf Fillon kämen demnach im ersten Wahlgang am 23. April zwischen 18 und 20 Prozent der Stimmen, auf Macron zwischen 21 bis 22 und auf Le Pen 25 Prozent. Die Stichwahl würde dann Macron für sich entscheiden können.

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Rücknahme der Banken-Regulierung: Donald Trump lässt die Wall Street jubeln

Samstag, 04.02.2017   13:17 Uhr

Alles ist relativ. "Die kommen ungestraft mit Mord davon", polterte Donald Trump noch 2015 über Amerikas Hedgefonds-Manager, die reichsten Rabauken der Wall Street. Und Jamie Dimon, der Chef von JP Morgan Chase und einer der wenigen, der nach der Finanzkrise nicht den Job verlor? "Der schlechteste Banker der USA."

Am Freitag saßen sie alle in trauter Eintracht um einen langen Tisch im Weißen Haus: Trump, nunmehr Präsident, die Hedgefonds-Haie Larry Fink und Stephen Schwarzman, eine Gruppe prominenter Unternehmens-, Börsen- und Finanzberater - und Jamie Dimon. "Es gibt keinen Besseren", proklamierte Trump. Na gut.

Donald Trump begrüßt JPMorgan-Chef Jamie Dimon

REUTERS

Donald Trump begrüßt JPMorgan-Chef Jamie Dimon

Trump war gegen die Wall Street, bevor er für die Wall Street war, und gegen Jamie Dimon, bevor er für Jamie Dimon war. Vielleicht war das alles aber auch sowieso nicht so ernst gemeint, wie so vieles, womit Trump provoziert - und was sich später als Fake entpuppt, als präsidiale Reality-Show für die TV-Kameras.

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UN nehmen Hekmatjar von Sanktionsliste

Die Vereinten Nationen haben den ehemaligen afghanischen Kriegsherrn Hekmatjar von ihrer schwarzen Liste gestrichen. Nun könnte der auch als "Schlächter von Kabul" bekannte Hekmatjar aus dem Untergrund in die Politik zurückkehren.

Der UN-Sicherheitsrat hat die Strafmaßnahmen gegen den für schwere Menschenrechtsverletzungen in Afghanistan verantwortlichen Milizenführer Gulbuddin Hekmatjar aufgehoben. Auf seiner Internetseite erklärte der Sicherheitsrat, Maßnahmen gegen Hekmatjar wie das Einfrieren von Guthaben, Reiseverbote und ein Waffenembargo seien nicht mehr in Kraft.

Damit ist für den ehemaligen Chef der Miliz Hesb-i-Islami und Ex-Ministerpräsidenten nach fast zwei Jahrzehnten im Untergrund der Weg frei für ein politisches Comeback. Nach Angaben von UN-Diplomaten erhob im UN-Sicherheitsrat lediglich Russland Einwände gegen den Schritt.

Hesb-i-Islami hatte im vergangenen September ein Friedensabkommen mit der afghanischen Regierung geschlossen, das Hekmatjar vor Strafverfolgung schützt und die Freilassung inhaftierter Milizionäre vorsieht. Im Gegenzug verpflichtete sich die Gruppe, ihren bewaffneten Aufstand zu beenden.

Der "Schlächter von Kabul"

Die Miliz war in den vergangenen Jahren allerdings kaum noch in Erscheinung getreten - im Gegensatz zu den islamistischen Taliban, die für die meisten Angriffe am Hindukusch verantwortlich sind. Mit den Taliban strebt die vom Westen unterstützte Regierung in Kabul ebenfalls ein Friedensabkommen an.

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"Euro Hawk": Von der Leyen will Drohne flugbereit machen - für 150 Millionen Euro


Die skandalumwitterte Bundeswehr-Drohne "Euro Hawk" soll wieder zu Erprobungsflügen abheben. Für die Wiederaufnahme des Flugbetriebs wird nach SPIEGEL-Informationen ein stattlicher Betrag fällig.

Euro Hawk auf dem Luftwaffenstützpunkt Manching

DPA

Euro Hawk auf dem Luftwaffenstützpunkt Manching

Samstag, 04.02.2017   12:48 Uhr

Fast mutet es wie ein Stillleben an: In einem blitzsauberen, neu gebauten Hangar steht ein Fluggerät, gut bewacht von einem Sicherheitsmann aus den USA. Regelmäßig schauen Mechaniker vorbei, wechseln Hydrauliköl und bewegen die Flügel, damit die Maschine nicht ihre Elastizität verliert.

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Flucht übers Mittelmeer: Tausende aus Seenot gerettet

Hilfsorganisationen haben erneut 300 Menschen aus dem Mittelmeer gerettet. Gestern konnten sie bereits 1300 Flüchtlinge nahe der libyschen Küste in Sicherheit bringen. Ärzte ohne Grenzen beschreibt die Situation der Menschen als "absoluten Alptraum".

Seit gestern haben Hilfsorganisationen 1600 Menschen aus dem Mittelmeer gerettet. Am Morgen konnten Helfer 300 Menschen aus dem Kanal von Sizilien in Sicherheit bringen. Gestern hatten Hilfsorganisationen 1300 Menschen nahe der libyschen Küste an Bord mehrerer Rettungsschiffe genommen. Auch in den Tagen zuvor waren die Helfer immer wieder im Einsatz, um tausende Menschen aus dem Mittelmeer zu ziehen.

Zu wenige Rettungsboote

Ärzte ohne Grenzen war bei 13 Aktionen im Einsatz. Auf Twitter beschreibt die Organisation die Lage der Flüchtlinge als "absoluten Alptraum". Ed Taylor, der sich an Bord des Rettungsschiffs "Aquarius" befand, sagte, die Helfer seien am Rande ihrer Kapazitäten. Es gebe zu wenige Rettungsboote, teils seien sie mit doppelt so vielen Menschen belegt wie vorgesehen. "Wir haben um Unterstützung gebeten, aber niemand ist zuständig", schrieb er auf Twitter. Proactiva erklärte, es sei ein "schwieriger Tag" gewesen. Die Menschen hätten Verbrennungen vom Treibstoff und andere Verletzungen, es seien viele Babys unter den Flüchtlingen.

In Malta hatten die EU-Staats- und Regierungschefs am Freitag über die Flüchtlingskrise beraten. Sie vereinbarten zehn "Prioritäten" zur Unterstützung Libyens. Der Krisenstaat ist derzeit das größte Transitland für Flüchtlinge aus Afrika. Hunderttausende kommen aus Eritrea, Ägypten, dem Niger, Bangladesch oder dem Sudan, um von Libyen aus die zentrale Mittelmeerroute nach Italien zu nehmen.

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In Dortmund röhren Hirschrufer um die Wette

Das Nachnahmen des Hirschrufs gehört seit Jahrhunderten zum Handwerk des Jägers. In Dortmund trafen sich jetzt 16 ambitionierte Hirschrufer, um in drei Runden den Besten unter ihnen zu bestimmen.

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Das ZDF-Relikt aus der digitalen Steinzeit

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1997 war ein schicksalträchtiges Jahr. Helene Fischer ging noch zur Realschule, und beim ZDF bastelte man an einem Format, das ein bisschen Glamour in deutsche Wohnzimmer bringen sollte, montags bis freitags um 17.45 Uhr, News über Promis, die man sonst nur in den bunten Blättern beim Frisör erfuhr. „Leute heute.“

Man weiß nicht, ob Helene Fischer auf der Stelle die Schule geschmissen hätte, wenn sie damals schon gewusst hätte, was das bedeutete. Dass sie sich um ihre PR künftig nicht mehr sorgen musste. Das nämlich sollte später das ZDF für die erledigen. Einblicke hinter die Kulissen ihrer Shows, Porträts zu jedem runden Geburtstag. Korkenknallen, Fanfare – und Tusch. Keine frechen Fragen, schon gar keine frivolen. Alles hundertprozentig ironiefrei, das ist das Erfolgsrezept des Boulevardmagazins.

Am Freitag feierte „Leute heute“ seinen 20. Geburtstag. Es gab ein Best of aus 4963 Sendungen. Kinder, was ist nicht alles passiert. All die atemlos dahingehauchten Jaworte des europäischen Hochadels, der dänische Prinz Frederic mit Tränen in den Augen. Und Trennungen und Abschiede, ja, die gab es natürlich auch. Bye-bye, Brangelina, Hollywoods Vorzeigepaar. Bye-bye , Lady Di und Michael Jackson. Ein Geigenorchester fährt schwere Moll-Akkorde auf.

Babys laufen immer

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Gute Zeiten, schlechte Zeiten. Aber die guten überwiegen natürlich bei „Leute heute.“ Babys zum Beispiel, Babys laufen immer gut. Die Wonneproppen von Janet Jackson oder Gianna Nannini, die beide noch jenseits der 50 Mutter wurden. „Zuckersüß“, säuselt Karen Webb, wie das nur Karen Webb kann. Mit einer Stimme, die immer eine Spur zu enthusiastisch klingt. Vor zehn Jahren hat Webb die Moderation von Nina Ruge übernommen. Aus blond wurde brünett, aber das Mantra der Sendung ist dasselbe geblieben. „Alles wird gut!“

Dabei ist die heile Welt der Promis schon ein Relikt aus der digitalen Steinzeit. Längst haben die Promis selber die Regie über die Berichterstattung über sich übernommen, Twitter und Instagram machen es möglich. Sie posten dort Schnappschüsse aus ihrem Privatleben, von denen Paparazzi nur träumen können.

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US-Einreiseverbot gestoppt: "Ich sorge dafür, dass er das respektiert"

04.02.2017 - Washingtons Generalstaatsanwalt verkündet die Entscheidung eines Bundesrichters in Seattle, Trumps Einreiseverbot vorerst zu stoppen. An den Präsidenten richtet er dabei deutliche Worte.

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US-Einreisestopp: Trumps Twitterkrieg gegen den Widerstand

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Ralf Stegner modelt für Frisörsalon – „Greifen jetzt an ...“

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SPD-Parteivize Ralf Stegner (57) versucht sich jetzt auch als Model. Mit seinem Konterfei wirbt er für einen Kieler Friseursalon, in dem er sich seit Jahren die Haare schneiden lässt. „Ich gehe zu Hüsne, weil wirklich jeder hier schöne Haare bekommt und gut aussieht“, steht unter seinem Foto.

Die Anzeige wurde im Werbemagazin „InKiel“ veröffentlicht, die „Kieler Nachrichten“ berichteten am Samstag darüber. Stegner selbst twitterte das Anzeigenfoto mit dem ironischen Satz: „Wir greifen jetzt in jeder Disziplin an.“

Geld hat Stegner für seine Aktion nach Informationen der „Kieler Nachrichten“ nicht bekommen. „Ich habe meiner Friseurin lediglich einen Gefallen getan, um den sie mich gebeten hat. Mehr nicht“, sagte Stegner.

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Laut der Zeitung hat er auch allen Grund, seiner Friseurin dankbar zu sein. Ihr habe er den Wandel vom strengen Bürstenschnitt zur lässigeren Scheitelfrisur zu verdanken.

Weitere Werbeaktionen sind vorerst nicht geplant. Auf die Frage der Zeitung, ob er auch für andere Unternehmen werben würde, antwortete der Kieler SPD-Landeschef: „Um Gottes willen, nein. Höchstens für den HSV.“

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Union durch Schulz unter Druck: Willkommen im Wahlkampf

Neuer Kandidat, steigende Umfragewerte: Mit Schulz an der Spitze greift die SPD wieder an. Der Kanzlerkandidat setzt auf gerechtere Löhne und höhere Steuern für Reiche. Die Union ruft derweil zum Kampf gegen Rot-Rot-Grün auf - und gibt einen Vorgeschmack auf den Wahlkampf.

Mehr als ein halbes Jahr ist die Bundestagswahl noch hin, doch mit der Nominierung von Martin Schulz zum Kanzlerkandidaten hat die SPD - so scheint es zumindest - den Wahlkampf endgültig eingeleitet. Schulz' Beliebtheit, von der laut ARD-DeutschlandTrend auch seine Partei kräftig profitiert, hat den Politikbetrieb in Berlin ordentlich durcheinander gewirbelt.

Selbstbewusst greift Schulz an und gibt erste Hinweise darauf, welche inhaltlichen Schwerpunkte er im Wahlkampf setzen möchte. Deutschland wolle er zu einem gerechteren Land machen. "Millionen von Menschen fühlen, dass es in diesem Staat nicht gerecht zugeht", sagte er dem "Spiegel". "Unternehmensgewinne und Bonuszahlungen haben ebenso zugenommen wie die Zahl prekärer Arbeitsverhältnisse." Er kündigte an, den Arbeitsmarkt im Falle einer Regierungsbeteiligung der SPD weiter zu reformieren, um Leih- und Zeitarbeit zu begrenzen.

Auch im Wohnungsbau sieht Schulz enormen Handlungsbedarf: "Wir haben über einen sehr, sehr langen Zeitraum den gesamten Immobilienbereich den Spekulanten überlassen. Das war falsch." Kapitalbesitzer müssen sich im Falle einer SPD-Regierungsbeteiligung auf höhere Steuern einstellen. "Ganz sicher müssen wir bei der Besteuerung von großen Vermögen nachlegen", sagt Schulz. "Die Menschen, die mit harter Arbeit ihr Geld verdienen, dürfen nicht schlechtergestellt sein als die, die nur ihr Geld für sich arbeiten lassen."

Erst gelassen, dann kämpferisch

Die Union reagierte bislang betont gelassen auf die Entscheidung für Schulz und dessen gute Umfragewerte. Doch auch bei den Konservativen schaltet man nun in den Wahlkampfmodus: Kurz vor dem Versöhnungstreffen der Unionsspitzen am Sonntag rief CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer CDU und CSU zum gemeinsamen Kampf gegen eine rot-rot-grüne Koalition auf Bundesebene auf. Bei der Bundestagswahl stehe Deutschland vor einer Richtungsentscheidung, sagte Scheuer der Nachrichtenagentur dpa. Er warb dafür, den Streit der Schwesterparteien in der Flüchtlingspolitik beiseite zu schieben.

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Rhein-Main Air Base: USA stationierten Geheimtruppe in Frankfurt


Sie operierte getarnt auf der Rhein-Main Air Base bei Frankfurt: US-Präsident Ronald Reagan schickte 1986 nach Informationen des SPIEGEL eine geheime Antiterroreinheit nach Deutschland.

US-Generalkonsulat in Frankfurt am Main (Archivbild)

DPA

US-Generalkonsulat in Frankfurt am Main (Archivbild)

Samstag, 04.02.2017   11:16 Uhr

Die USA unterhielten offenbar jahrelang eine geheime Antiterroreinheit auf deutschem Boden. Die Zustimmung dafür gab 1986 der damalige Kanzleramtschef und heutige Finanzminister Wolfgang Schäuble. Das geht aus Dokumenten des Auswärtigen Amts hervor, die dem SPIEGEL vorliegen. Die Einheit dürfe nur nicht "die Bundesregierung in politisch unangenehme Situationen" bringen, mahnte Schäuble damals.

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Iran erbost über US-Sanktionen wegen Raketentests

Der Iran hat nach der Verhängung neuer US-Sanktionen wegen eines Raketentests eine scharfe Reaktion angekündigt. Als Antwort würden auch einige US-Bürger und Firmen mit Beschränkungen belegt. Ihre Politik will die Regierung in Teheran nicht ändern.

Zwei Wochen nach der Amtsübernahme von US-Präsident Donald Trump befinden sich die USA im offenen Konflikt mit dem Iran. Das US-Finanzministerium verhängte am Freitag weitere Wirtschaftssanktionen gegen 25 iranische Personen und Einrichtungen. Es reagierte damit auf Tests einer Rakete und eines Marschflugkörpers der iranischen Streitkräfte.

Der Iran reagierte erbost und verurteilte die Sanktionen: "Die dilettantische und irrationale Politik der neuen amerikanischen Regierung wird an den Prinzipien der iranischen Politik nichts ändern", erklärte das Außenministerium in Teheran.

Sanktionen gegen US-Bürger

Die Strafmaßnahmen seien "nicht vereinbar mit den amerikanischen Zusagen und der Resolution 2231 des UN-Sicherheitsrates, mit der das Atomabkommen zwischen dem Iran und den sechs Mächten gebilligt wurde", erklärte das Außenministerium. Man werde nun Sanktionen gegen US-Bürger verhängen, die "daran beteiligt sind, regionale Terrorgruppen zu finanzieren und zu unterstützen", hieß es aus dem Ministerium.

Der Iran startete ein weiteres Militärmanöver mit Tests von Raketen verschiedener Reichweiten. Die iranischen Revolutionsgarden betonten in einer Mitteilung, die Übung sei eine Antwort auf "Drohungen und Sanktionen" der USA. Es ist aber unklar, ob dabei auch ballistische Raketen gestartet werden sollten.

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Pharaonen-Hafen: Atlantis im Nildelta

Wer im Reich der Mumien viel zu schleppen hatte, ging selten zu Fuß. Es gab ja den Nil.

Mit geblähten Segeln glitten Schilfflöße, Frachter oder Lastenkatamarane den Strom hinauf. Ägypten war eine Flussoase - wichtigstes Verkehrsmittel: das Schiff. Schon König Cheops, der vor 4600 Jahren lebte, besaß eine Art Luxusjacht, 43 Meter lang, aus libanesischer Zeder.

Solch feinste Details der Binnenschifffahrt sind wohlüberliefert - doch die Gottkönige sparten sich die Worte, wenn es ums Salzwasser ging, um das Befahren des Ozeans. Wo "Peru nefer" lag, der Stützpunkt der Kriegsflotte, wird in keinem Papyrus erwähnt.

Auch der zentrale Überseehafen der Spätzeit (664 bis 332 vor Christus) schien lange unauffindbar. Erst dem französischen Unterwasserausgräber Franck Goddio ist es gelungen, das Rätsel in unzähligen Tauchgängen zu lösen. Nahe Alexandria, sieben Kilometer von der Küste entfernt, stieß sein Team in den vergangenen Jahren auf eine versunkene Landschaft aus Häfen und Kanälen, die infolge einer tektonischen Senkung im Ozean verschwand.

Fast 110 Quadratkilometer Meeresgrund hat der Schnorchler mittlerweile mit Kernspinresonanz-Magnetometern und Echoloten abgesucht. In dieser untergegangenen Welt lag, verteilt auf mehrere Inseln, die Hafenstadt Thonis.

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Weitere Raketentests: Iran reagiert auf US-Sanktionen mit Militärmanövern


Iran zeigt sich von den neuen US-Sanktionen unbeeindruckt. Das Außenministerium in Teheran warf der US-Regierung Dilettantismus vor, die Revolutionsgarden kündigten weitere Tests von Raketen an.

Abschuss einer iranischen Rakete (Archivfoto von 2016)

REUTERS

Abschuss einer iranischen Rakete (Archivfoto von 2016)

Samstag, 04.02.2017   08:53 Uhr

Mit neuen Manövern und Raketentests hat Iran auf die US-Sanktionen reagiert: Die iranischen Revolutionsgarden teilten mit, die Übung sei eine Antwort auf "Drohungen und Sanktionen" der USA. Das Außenministerium in Teheran warf der neuen amerikanischen Regierung Dilettantismus vor und behauptete, dass das Land mit solchen Maßnahmen nicht zu beeindrucken sei.

Bei dem Manöver kämen verschiedene Raketentypen zum Einsatz, erklärte die Eliteeinheit. Laut der auf der Internetseite veröffentlichten Liste handelt es sich bei Raketen um solche mit einer sehr kurzen Reichweite von 75 Kilometern. Die Übung findet demnach in der nordöstlichen Provinz Semnan statt.

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Brief an die Justizminister: Bundesanwaltschaft bittet wegen vieler Terrorverfahren um Hilfe


Deutschlands Chefermittler sieht die "Grenzen der Leistungsfähigkeit erreicht": Nach Informationen des SPIEGEL hat der Generalbundesanwalt die Justizminister der Länder eindringlich um Unterstützung gebeten.

SEK-Einsatz in Stuttgart (Archiv)

DPA

SEK-Einsatz in Stuttgart (Archiv)

Samstag, 04.02.2017   08:03 Uhr

Mit einem dringenden Hilferuf hat sich Generalbundesanwalt Peter Frank an die Justizminister der 16 Bundesländer gewandt. Aufgrund der Vielzahl von Terrorverfahren "sind die Grenzen der Leistungsfähigkeit der Bundesanwaltschaft erreicht", schreibt Frank in einem Brief an die Minister.

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Kanzlerkandidat Schulz: "Es geht in diesem Staat nicht gerecht zu"


Höhere Steuern für Reiche, mehr sozialer Wohnungsbau, Änderungen am Arbeitsmarkt: SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz erklärt im SPIEGEL-Interview die Kernpunkte seiner Wahlkampagne.

Von , und

Klaus Brinkbäumer

Klaus Brinkbäumer wurde am 27. Januar 1967 in Münster/Westfalen geboren.
Nach dem Abitur machte er ein Volontariat bei "Weltbild". Im Anschluss an das Studium an der University of California at Santa Barbara/USA arbeitete er für die "Abendzeitung" in München und den "Berliner Kurier".
1993 wechselte Brinkbäumer aus der "Focus"-Entwicklungsredaktion zum SPIEGEL, wo er zunächst als Redakteur und dann als Reporter für die Ressorts Sport, Deutschland, Ausland und Gesellschaft arbeitete. Er gewann u. a. den Egon-Erwin-Kisch-Preis, den Henri-Nannen-Preis und den Deutschen Reporterpreis und schrieb Bücher wie "Der Traum vom Leben - Eine afrikanische Odyssee" oder "Die letzte Reise - Der Fall Christoph Columbus" (mit Clemens Höges).
Nachdem er vier Jahre lang als Korrespondent aus New York berichtet hatte, wurde Brinkbäumer im Januar 2011 als Textchef Mitglied der Chefredaktion des SPIEGEL und ab 1. September 2011 stellvertretender Chefredakteur des SPIEGEL.
Im Januar 2015 wurde Klaus Brinkbäumer zum Chefredakteur des SPIEGEL berufen. In dieser Funktion nimmt er auch die Aufgaben des Herausgebers bei SPIEGEL ONLINE wahr.

Mehr Artikel von Klaus Brinkbäumer
Samstag, 04.02.2017   07:59 Uhr

Martin Schulz hat im SPIEGEL erste Schwerpunkte seines Wahlprogramms offenbart. Im Zentrum stehe das Bemühen, die Bundesrepublik zu einem gerechteren Land zu machen. "Millionen von Menschen fühlen, dass es in diesem Staat nicht gerecht zugeht", sagt der designierte SPD-Kanzlerkandidat. "Unternehmensgewinne und Bonuszahlungen haben ebenso zugenommen wie die Zahl prekärer Arbeitsverhältnisse."

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Massenproteste gegen Regierung: Rumänen gehen erneut auf die Straße


Rumänien kommt nicht zur Ruhe: Am vierten Tag in Folge haben Hunderttausende Menschen gegen eine Lockerung des Antikorruptionsgesetzes protestiert. In Bukarest forderten die Demonstranten den Rücktritt der Regierung.

Demonstration in Bukarest

REUTERS

Demonstration in Bukarest

Freitag, 03.02.2017   23:53 Uhr

In Rumänien gehen die Massenproteste gegen eine umstrittene Eilverordnung weiter. Landesweit haben sich bis zu 250.000 Menschen versammelt und gegen die Lockerung des Antikorruptionsgesetzes protestiert.

Es war der vierte Protesttag in Folge. Die Wut der Bürger richtet sich gegen die sozialdemokratische Regierung. Sie hatte am Dienstag per Dekret mehrere Vergehen für straffrei erklärt. Amtsmissbrauch wird zudem nur noch mit Gefängnis bestraft, wenn der Streitwert über 44.000 Euro liegt. Darüber hinaus plant die Regierung eine Amnestie von Straftätern, die zu weniger als fünf Jahren Gefängnis verurteilt wurden. Von den Regeln würden auch viele Politiker profitieren.

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SPD-Kanzlerkandidat Schulz im Aufwind: "Das ist ja kein Selbstbesäufnis der SPD"

03.02.2017 - Das Bohei um SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz ist kaum zu fassen. In der Union schwankt man zwischen Nervosität und demonstrativer Gelassenheit. Erfahrene Genossen spüren ein gewisses Unbehagen.

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Hier wurden 400.000 Autofahrer zu Unrecht geblitzt

Auf der A3 bei Heumar fehlte an der Blitzanlage das entscheidende Temposchild. Fast 400.000 Autofahrer sind hier geblitzt worden - etliche zahlten brav ihr Strafe. Sie haben nun gute Chancen, ihr Geld einzuklagen.

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Kater freut sich mit seinen neuen Prothesen

Operation geglückt, Patient hüpft: Bei einem Unfall mit einem Zug hat der Kater beide Hinterbeine verloren. Ein engagierter Tierarzt kümmerte sich - und versorgte den Kleinen mit Titanprothesen.

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EU-Gipfel: "Wir haben unser Schicksal selbst in der Hand"

03.02.2017 - Angela Merkel appelliert beim EU-Gipfel an die EU-Staaten, dass Europa einheitlich agieren müsse.

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Radio-Hörer gestalten wegen Personalnot das Programm

Schniefen, räuspern, niesen, fiebern – die Grippe rollt über Deutschland hinweg. Die Viren sind aktuell deutlich aktiver, sagt das Robert-Koch-Institut. Das hat auch der Radiosender Star FM zu spüren gekriegt.

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Ein Glückskind feiert Geburtstag

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Es war einmal ein Märchenland, gelegen zwischen schneebedeckten Gipfelriesen, da wo die Blaukiefernwälder sich rauschend im eisigen Winde wiegen und sogar die Briefmarken duften. Dieses winzige Königreich im Himalaja, bei uns bekannt unter dem Namen Bhutan, wird auch das „Land des Donnerdrachens“ genannt.

Auf dem Drachenthron sitzt ein stattlicher König mit seiner wunderhübschen Königin, einem Mädchen aus dem Volke, das er aus Liebe erwählte und zu seiner Gemahlin machte. Und seine Untertanen sind die glücklichsten Menschen der Erde. Die Männer und Frauen in diesem Königreich sind fromm und so zufrieden, dass sie ihren Wohlstand stolz mit dem sogenannten „Bruttosozialglück“ messen. Alles wahr und nicht erfunden.

„K7“ in Starpose, ganz in gelber Seide

In einem solch märchenhaften Reich darf natürlich ein Märchenprinz nicht fehlen: Auftritt Prinz Jigme Namgyel Wangchuck, alias der Drachenprinz. Auch genannt „das schönste königliche Baby der Welt“ oder, deutlich prosaischer, „K7“, weil der Knirps der siebte Thronerbe der Wangchuck-Dynastie ist. Dieser kleine Prinz wird am 5. Februar ein Jahr alt.

HANDOUT - Der Kronprinz des Königreichs Bhutan, Prinz Jigme Namgyel Wangchuck, lächelt im Lingkana Palast in Thimphu (Bhutan, Aufnahme aus 2017). Der Prinz ist der Sohn von König Jigme Khesar Namgyel Wangchuck und Königin Jetsun Pema. Er feiert am 05.02.2017 seinen 1. Geburtstag. (zu dpa

Prinz Jigme Namgyel Wangchuck spielt im Palast mit einem Miniaturauto

Quelle: dpa

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Polizistenthriller zur Flüchtlingskrise: Das Bullenherz als Mördergrube

Freitag, 03.02.2017   16:26 Uhr

Was wäre, wenn… CSU-Scharfmacher Horst Seehofer oder die AfD in der hitzigsten Phase der Flüchtlingskrise mit ihren Forderungen nach Transitzonen an deutschen Grenzen mehr Gehör gefunden hätten? Die Bevölkerung, so das ZDF-"Politbarometer" vom November 2015, wäre für einen kurzen, schockierenden Moment mit großer Mehrheit dafür gewesen, solche Auffanglager für die vor Krieg und Unterdrückung fliehenden Asylbewerber einzurichten, wie es sie heute in Ungarn gibt - aus den Augen, aus dem Sinn.

Zum Glück erwiesen sich sowohl die Regierenden als auch die deutsche Zivilgesellschaft - bis auf Weiteres - als humaner, klüger und empathischer. Sonst herrschte vielleicht bereits ein so düsteres Szenario in bayerischen und sächsischen Grenzregionen, wie es Regisseur Tarek Ehlail in seinem dystopischen Thriller "Volt" entwirft.

"Ich bin mit vielen anderen geflohen, um zu überleben. Aber ihr habt uns in Transitzonen gesteckt, weit weg von euren schönen Häusern, die ihr hinter bewachten Mauern versteckt. Ihr wollt uns vergessen, aber wir sind da, auch wenn ihr uns nicht seht. Und wir sind viele", sagt Flüchtling Hesham (Tony Harrisson Mpoudja) aus dem Off, während man ihn durch Betongänge und Ruinenlandschaften einer aufgelassenen Industrieanlage streifen sieht.

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Eskalation in der Ostukraine: "Ich habe weder Heizung noch Strom"

03.02.2017 - Der Krieg in der Ostukraine eskaliert. Wie so oft sind Zivilisten die Leidtragenden. Besuch in Awdijiwka, einer Stadt nahe der Front zwischen ukrainischen Regierungstruppen und prorussischen Separatisten.

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Paris: Soldat schießt vor Louvre auf Angreifer

03.02.2017 - Ein Soldat hat vor dem Louvre in Paris einen Angreifer offenbar schwer verletzt. Dieser hatte Sicherheitskräfte mit einer Machete angegriffen und soll "Allahu Akbar" gerufen haben.

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Angela Merkel vor EU-Gipfel: "Schmugglern und Schleppern das Handwerk legen"

03.02.2017 - Vor Beginn des EU-Gipfels in Malta spricht Bundeskanzlerin Angela Merkel über den Themenschwerpunkt Flüchtlingspolitik.

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Sigmar Gabriel in den USA:: "Ich habe Amerika immer für ein großartiges Land gehalten"

03.02.2017 - Als erstes Mitglied der Bundesregierung hat Sigmar Gabriel die neue US-Regierung besucht - und sich klar zu möglichen Strafzöllen positioniert. Nach den Gesprächen zeigte sich der Außenminister "sehr zufrieden".

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Donald Trump: "Die ganze Welt steckt in Schwierigkeiten"

03.02.2017 - US-Präsident Trump hat beim "National Prayer Breakfast" ein düsteres Bild der Weltlage gezeichnet. Anlass zur Sorge gebe es aber nicht, denn er, Donald Trump, werde die Probleme lösen.

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Schwarzenegger reagiert auf Trump-Kritik: "Donald, warum tauschen wir nicht die Jobs?"

03.02.2017 - US-Präsident Donald Trump hat sich erneut über die Quote von Arnold Schwarzeneggers TV-Show lustig gemacht. Der konterte, er hätte da eine Idee, damit "die Leute endlich wieder ruhig schlafen können".

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Videoanalyse zu Merkels Türkei-Besuch: "Erdogan bei Laune halten"

02.02.2017 - Welche Themen hat Angela Merkel in Ankara angesprochen? Wie war die Stimmung zwischen der Kanzlerin und Erdogan? SPIEGEL-Korrespondent Maximilian Popp beantwortet die Fragen in der Videoanalyse.

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Feelgood-Drama "Hidden Figures": Plötzlich Oscar-Kandidat

Mittwoch, 01.02.2017   16:39 Uhr

Drei Frauen und ein liegengebliebenes Auto, allein auf weiter Flur auf einer Landstraße irgendwo in Virginia. Aus der Ferne nähert sich ein Polizeiauto. Aber bei den Damen stellt sich keine Erleichterung ein, sondern Nervosität. Denn wir befinden uns im Jahre 1961 - und die drei Frauen sind schwarz. Die Polizei, das wissen sie nur zu gut, ist für Menschen mit ihrer Hautfarbe (zumal in den Südstaaten) selbst bei einer Motorpanne nur selten Freund und Helfer.

Mit dieser Szene beginnt, nach einem kleinen Prolog, der Film "Hidden Figures - Unerkannte Heldinnen" und gibt damit gleich vor, worum es hier geht: um einen Blick in die amerikanische Geschichte, in die Zeit der Rassentrennung. Zeitkolorit mischt sich hier allerdings mit Unterhaltung und Feelgood-Atmosphäre - und so eskortiert der zunächst tatsächlich mehr als skeptische Polizist die drei schließlich sogar mit Blaulicht zu ihrer Arbeitsstelle.

Die plötzliche Hilfsbereitschaft des Ordnungshüters hat viel damit zu tun, dass jene drei Frauen für niemand anderen als für die Nasa tätig waren. Als Grundlage für "Hidden Figures" diente nämlich das gleichnamige Sachbuch von Margot Lee Shetterly über afroamerikanische Mathematikerinnen bei der Nasa in Zeiten des Weltraum-Wettrüstens. Drei von ihnen rücken Regisseur Theodore Melfi und seine Co-Autorin Allison Schroeder nun für die Adaption in den Vordergrund.

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"Timm Thaler"-Neuverfilmung: Ein Klassiker zur rechten Zeit

Mittwoch, 01.02.2017   12:13 Uhr

Sie sind Mitte Vierzig, Ihre Eltern besaßen in Ihrer Kindheit einen Fernseher, und Sie durften ihn an Weihnachten 1979 auch einschalten? Natürlich kennen Sie dann "Timm Thaler", die Geschichte vom Jungen, der sein Lachen verkaufte. Die erste Weihnachtsserie des ZDF, 13 Folgen, 30 Millionen Zuschauer. Ein Straßenfeger, wie man damals sagte.

Da liegt der Verdacht nahe, dass die Produzenten einer Neuverfilmung damit vorrangig Kasse machen wollen. Gibt ja ständig neue Adaptionen klassischer Kinderstoffe. Der Kinofilm "Timm Thaler" allerdings - der hat mit der Serie nun wirklich so gut wie nichts zu tun. Und mit Abkassieren auch nicht.

Was nicht bedeutet, dass Regisseur Andreas Dresen ("Halbe Treppe") und sein Drehbuchautor Alexander Adolph ("Tatort - Im freien Fall") sich stattdessen eng an die gleichnamige Romanvorlage von James Krüss gehalten hätten. Nein, diese Version ist völlig eigenständig. Und das macht den neuen "Timm Thaler" zu einem der schönsten und wichtigsten deutschen Kinderfilme seit langer Zeit.

"Unsere Geschichte handelt von Timm Thaler", intoniert Joachim Króls Erzählerstimme zu Beginn mit seinem warmen Timbre, so dass man sich in diesen Film einwickeln möchte wie in eine warme Decke. Aber so gut der Einstieg in diese Märchenwelt auch funktioniert, er ist gleichzeitig eine Täuschung. Denn Timm Thalers Welt hat sehr viel mit der realen zu tun. Dieser Junge hat verdammt oft mit den Tränen zu kämpfen, schon bevor er sein Lachen verkauft.

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Abgehört - neue Musik: Ab in den Gefühls-Prozessor!

Dienstag, 31.01.2017   17:04 Uhr

Sampha - "Process"
(Young Turks/Beggars, ab 3. Februar)

"Ich bin ein Instrument", sagte Sampha Sisay letztes Jahr in einem Interview, "aber ich bin ein Instrument mit einem eigenen Prozessor. Man spielt eine Note in mich hinein und ich verarbeite sie". Das klingt so viel kälter und technischer als das, was am Ende dieser Prozesse steht: der wärmste und berührendste R&B-Sound, den man seit langem in der modernen, beatsbasierten Spielart dieses Genres gehört hat.

Understatement gehört zu den Markenzeichen des britischen Sängers und Produzenten, der mit "Process" nun ein ungleich spektakuläres Debüt-Album veröffentlicht. Schon seit Sisay 2011 mit seinem kehligen Falsett das Debüt von Aaron Jeromes Post-Dubstep-Projekt SBTRKT zu einem Ereignis machte, wartete man darauf, dass sich das Versprechen dieser Stimme in eigenem Material manifestieren möge, doch Sampha ließ sich Zeit. Oder besser gesagt: Er hatte kaum Zeit. Denn wann immer HipHop- und R&B-Prominenz in den Folgejahren nach der gewissen Deepness suchte, wurde der Sampha-Prozessor angeheuert. Sisay sang, schrieb und co-produzierte für Beyoncé und Solange, für Kanye West und Frank Ocean, für FKA Twigs und Jessie Ware.

Abgehört im Radio

Abgehört gibt es auch im Radio! Jeden Mittwoch um 23 Uhr gibt es beim Hamburger Web-Radio ByteFM ein Abgehört-Mixtape mit vielen Songs aus den besprochenen Platten und Highlights aus der persönlichen Playlist von Andreas Borcholte.

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"Batman"-Film: Ben Affleck will nicht mehr Regie führen


Hauptrolle spielen und gleichzeitig Regie führen - dieser Doppelbelastung fühlt sich Ben Affleck auf einmal nicht mehr gewachsen. Er gibt die Regie für den nächsten "Batman" ab. Grund könnte sein aktueller Film sein.

Dienstag, 31.01.2017   13:24 Uhr

US-Filmemacher Ben Affleck, 44, wird nun doch nicht bei einem weiteren, für 2018 geplanten "Batman"-Film Regie führen. Regisseur zu sein und die Hauptrolle zu übernehmen - das sei zu viel. "Diese Rolle zu spielen, verlangt Konzentration, Leidenschaft und die beste Leistung, die ich geben kann. Es ist klar geworden, dass ich nicht beide Aufgaben so leisten kann, wie es erforderlich ist", so Affleck in einem gemeinsamen Statement mit der Produktionsfirma Warner.

Die Doppelfunktion Hauptdarsteller/Regisseur ist für Affleck nichts Ungewöhnliches, er hatte sie bereits bei seinen Filmen "The Town" und "Argo" inne, gewann mit letzterem sogar den Oscar für den besten Film. Auch bei seinem jüngsten Lieblingsprojekt "Live By Night" (Kinostart am Donnerstag) hatte Affleck beide Funktionen übernommen und die Doppelrolle noch vor Kurzem als positive Erfahrung bezeichnet. Es sei zwar schwer, Schuldzuweisungen zu entgehen, sagte Affleck. Aber er habe auch den Eindruck, dass die Leute ihm dadurch mehr Wertschätzung entgegenbringen würden.

Die zur Prohibitionszeit spielende Gangsterballade "Live By Night" floppte jedoch an der US-Kinokasse gnadenlos und beschert dem betreuenden Studio Warner Bros. laut Branchenberichten einen Verlust von bis zu 75 Millionen Dollar. Seit seinem Start an Weihnachten spielte der mit Affleck, Sienna Miller, Zoe Saldana und Elle Fanning hochkarätig besetzte Film nur rund 20 Millionen Dollar ein, allein die Produktion hatte jedoch 65 Millionen gekostet, Vermarktungsaufwand noch nicht eingerechnet.

Womöglich legte Warner auch vor diesem Hintergrund Affleck nahe, auf die Regie beim weitaus kostspieligeren "Batman"-Film zu verzichten. Das Filmstudio betonte, es wolle weiterhin mit Affleck zusammenarbeiten und suche jetzt nach einem Regisseur für das Projekt.

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Berlinale-Jury 2017: "Star Wars"-Held und Starkünstler

Dienstag, 31.01.2017   12:44 Uhr

Schauspieler dominieren die Jury der kommenden Berlinale: Wie die Filmfestspiele am Dienstagvormittag bekannt gaben, sind Maggie Gyllenhaal ("The Honourable Woman"), Diego Luna ("Star Wars: Rogue One") sowie Julia Jentsch ("24 Wochen") in die internationale Jury berufen worden.

Außerdem werden der isländische Künstler Olafur Eliasson, die tunesische Filmproduzentin Dora Bouchoucha Fourati (2016 mit "Hedis Hochzeit" im Wettbewerb vertreten) und der chinesische Regisseur und Drehbuchautor Wang Quan'an, der 2007 mit "Tuyas Ehe" den Goldenen Bären gewann, über die Gewinner des Goldenen und der Silbernen Bären entscheiden. Juryvorsitzender ist der 78-jährige niederländische Regisseur Paul Verhoeven ("Elle", "Robocop, "Basic Instinct").

Insgesamt 399 Filme zeigt die Berlinale vom 9. bis 19. Februar. Der Goldene Ehrenbär geht an die italienische Kostümbildnerin Milena Canonero, die mit Regisseuren wie Wes Anderson und Stanley Kubrick zusammenarbeitete. Im Wettbewerb konkurrieren 18 Filme um die Trophäen.

Die Wettbewerbsfilme im Überblick:

- "A teströl és a lélekröl", Ungarn. Von Ildiko Enyedi, mit Géza Morcsányi, Alexandra Borbély, Zoltán Schneider

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Filmfestival Cannes: Pedro Almodóvar wird Jury-Präsident

Dienstag, 31.01.2017   10:19 Uhr

Als erster Spanier wird der Regisseur und Drehbuchautor Pedro Almodóvar als Präsident der Jury in Cannes vorsitzen. Das gaben die Organisatoren des Festivals bekannt. Er sei "sehr glücklich, das Siebzigste Jubiläum des Festivals aus einer so privilegierten Position zu feiern", sagte der Filmemacher.

Almodóvar erklärte, er fühle sich "dankbar, geehrt und ein bisschen überwältigt". Er sei sich der großen Verantwortung, die der Vorsitz mit sich bringe, bewusst und hoffe, er werde den Anforderungen gerecht. Er werde sich der Aufgabe, die für ihn "ein Vergnügen und ein Privileg" sei, "mit Leib und Seele widmen", so Almodóvar.

Der Oscar-Preisträger gilt als der einflussreichste spanische Filmemacher seiner Zeit. Die Liste seiner Werke ist lang, darunter sind "Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs", "Fessle mich!", "Alles über meine Mutter", "Sprich mit ihr", "La mala educación - Schlechte Erziehung" und "Volver - Zurückkehren". Fünf seiner Filme wurden über die Jahre in Cannes gezeigt, 2016 zeigte er seinen neuesten Film "Julieta" im Wettbewerb.

Als Jury-Präsident folgt Almodóvar auf den australischen "Mad Max"-Regisseur George Miller, der die Cannes-Jury im vergangenen Jahr leitete. In den Jahren zuvor hatten unter anderem die Brüder Joel und Ethan Coen, Steven Spielberg, Robert de Niro, Tim Burton, Isabelle Huppert und Sean Penn die Jury geleitet.

Das 70. Filmfestival von Cannes findet vom 17. bis zum 28. Mai statt.

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Iranisches Beziehungsdrama "The Salesman": Der schmale Grat

Montag, 30.01.2017   16:27 Uhr

Auch die Oscars sind vor Donald Trumps Dekreten nicht sicher. Das am Freitag verhängte Einreiseverbot für Menschen aus sieben mehrheitlich muslimischen Ländern hätte dem iranischen Regisseur Asghar Farhadi den Flug zur Preisverleihung in Los Angeles verwehrt. Der Iraner teilte nun mit, er werde nicht in die USA reisen, selbst wenn er eine Ausnahmegenehmigung bekäme. Seine Hauptdarstellerin hatte ihre Teilnahme schon vergangene Woche abgesagt. Farhadis Film "The Salesman" ist in der Kategorie "Bester ausländischer Film" nominiert.

In einem Statement schreibt Farhadi: "Hardliner (…...) haben keine andere Wahl, als die Welt mit einer Sie-oder-wir-Mentalität" zu betrachten (...…) und so Angst unter den Menschen ihres eigenen Landes zu verbreiten. Dies ist nicht nur in den USA der Fall. Die Hardliner meines Landes sind genauso."

Starke Worte, vor allem auch im Hinblick auf die politische Situation in Iran. Und ein Beleg dafür, wie Trumps Politik die Menschen dazu bringt, Stellung zu beziehen. Denn Farhadi ist eher ein Meister der subtilen Gesellschaftskritik als offener Opponent der Mullahs. Gerade erst schien es, als drohe er von ihnen vereinnahmt zu werden und auch selbst ein wenig das Augenmaß im Umgang mit dem Regime zu verlieren.

Kein staatstreuer Filmemacher

Nachdem er für seine neue Tragödie "The Salesman" im Mai 2016 bei den Filmfestspielen in Cannes den Preis für das beste Drehbuch erhielt, wurde Farhadi bei seiner Rückkehr am Flughafen von Regierungsvertretern und Kulturfunktionären erwartet und gefeiert. In Interviews äußerte er sich recht unkritisch über seine Situation als Filmemacher in Iran.

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SAG Awards: Hollywood-Feier wird zur Anti-Trump-Show

Montag, 30.01.2017   07:36 Uhr

Etliche Hollywood-Stars haben die Preisverleihung der Schauspielergewerkschaft Screen Actors Guild (SAG) genutzt, um das von US-Präsident Donald Trump verhängte Einreiseverbot gegen Flüchtlinge und Bürger aus sieben Staaten scharf zu kritisieren. Es begann bereits mit Ashton Kutcher, der nicht nur die Zuschauer begrüßte, sondern auch alle "auf Flughäfen, die zu meinem Amerika gehören. Wir lieben euch und heißen euch willkommen".

Julia Louis-Dreyfus, die den ersten Preis als beste Hauptdarstellerin in einer Comedy-Serie erhielt, nannte Trumps Einreiseverbot einen Schandfleck. "Mein Vater ist vor religiöser Verfolgung aus dem Nazi-besetzten Frankreich geflohen", sagte Louis-Dreyfus: Sie sei eine amerikanische Patriotin und sie liebe dieses Land, deshalb sei sie entsetzt über Trumps Dekret. "Das ist unamerikanisch!"

Mahershala Ali, der als bester Nebendarsteller für seine Rolle in "Moonlight" ausgezeichnet wurde, wies darauf hin, dass er Muslim sei und seine Mutter eine christliche Geistliche. "Sie hat sich nicht gerade gefreut, als ich ihr vor 17 Jahren sagte, dass ich konvertierte, aber wir haben unsere Differenzen beigelegt", sagte Ali, dessen Rede die wohl bewegendste an diesem Abend war. Aus "Moonlight" könne man Lehren für die heutigen Zeit ziehen. "Wir sehen, was passiert, wenn man Menschen schikaniert", so Ali, "sie klappen in sich zusammen."

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Zum Tod von John Hurt: Gespür für das Alien

Samstag, 28.01.2017   14:54 Uhr

Namenswitze macht man nicht, aber im Falle des Schauspielers John Hurt kann man kaum widerstehen: Kein anderer Darsteller seiner Generation verkörperte Schmerz und Verletzung, hurt also, so intensiv wie der 1940 geborene Brite. John Hurt drängte mit seinem Spiel nie nach vorn, war nie ein Mann der ersten Reihe wie seine Freunde und Trink-Kumpanen Oliver Reed und Peter O'Toole, und doch brannten sich seine besten Rollen tief ins kollektive Kinogedächtnis ein: Misfits wie der "Elefantenmensch" Joseph Merrick, Exzentriker wie die Gay-Ikone Quentin Crisp, Außenseiter wie Winston Smith in "1984" oder Durchgedrehte wie der römische Herrscher Caligula.

Die gesamte Palette menschlicher Schwäche und Zerbrechlichkeit konnte Hurt mit der Eindringlichkeit seines schon früh von Falten zerfurchten Gesichts und der sehnigen Drahtigkeit seines Physis verkörpern. In jede einzelne seiner Rollen versenkte er sich ganz und gar, egal wie tief die Abgründe schienen. "Interessant an der menschlichen Rasse ist die menschliche Rasse selbst", sagte er 2007 dem "Guardian", "wenn du dich dafür interessierst, könnte es sein, dass du nicht an den bequemsten Orten landest."

Kulturschock an der öffentlichen Schule

Mit unbequemen Orten machte John Vincent Hurt schon früh Bekanntschaft. Als Sohn eines anglikanischen Vikars wuchs er in frömmelnden Verhältnissen in der englischen Grafschaft Lincolnshire auf. Der Vater war distanziert, als jüngstes von drei Geschwistern hing Hurt am Rockzipfel seiner Mutter, trieb aber bereits als Ministrant im Gottesdienst allerlei Schabernack, als er die Weihrauchgefäße absichtlich überfüllte, um die Gemeinde einzunebeln und in Ohnmacht zu versetzen.

An der kirchlichen Prep-School scheiterte er jedoch und wurde an eine öffentliche Schule geschickt. Ein Kulturschock, der Hurt tief beeindruckte: Die autoritäre Strenge der Lehrer, die Brutalität der Bullys auf dem Schulhof, das ständige Fluchen - Härten der Arbeiterklasse, die dem behüteten Pastorensohn bis dato unbekannt gewesen waren. Hurt zog sich in Fantasiewelten zurück und entwickelte, gehänselt und eingeschüchtert, sein Gespür für Underdogs.

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