Deutsche Bank entschuldigt sich: "Das Verhalten der Bank war inakzeptabel"

Samstag, 04.02.2017   15:43 Uhr

Es war einmal ein Geldhaus in Frankfurt am Main, das hatte ein solides Geschäft, angesehene Chefs und Mitarbeiter sowie Kunden, die stolz darauf waren, ihren Arbeitsplatz oder ein Konto bei der Deutschen Bank zu haben.

Doch spätestens seit der Finanzkrise ab 2007/2008 wird die Story so nicht mehr erzählt. Seitdem ist die Deutsche Bank immer wieder in den Schlagzeilen - etwa wegen der Beteiligung an Zinsmanipulationen (Libor), umstrittener Hypothekengeschäfte, Verstößen gegen Handelssanktionen oder Milliardenverlusten. Erst diese Woche musste Bankchef John Cryan miese Zahlen für das vergangene Jahr verkünden, die er angesichts der noch schlimmeren Ergebnisse davor als Wendepunkt zu verkaufen versuchte.

Wie sehr Cryan an einem neuen Narrativ gelegen ist, wird auch an diesem Wochenende sichtbar. In ganzseitigen Anzeigen überregionaler Tageszeitungen entschuldigt sich Cryan im Namen des Vorstands und des Aufsichtsratsvorsitzenden Paul Achleitner für die Vergehen der Vergangenheit.

"Diese Altlasten haben uns nicht nur viel Geld, sondern auch Reputation und Vertrauen gekostet... Das möchte ich zum Anlass nehmen, um im Namen des Vorstands der Deutschen Bank unser tiefes Bedauern auszudrücken für das, was geschehen ist. Wir möchten uns dafür entschuldigen."

Es seien etwa bei Hypotheken-Geschäften in den USA zwischen 2005 und 2007 schwere Fehler gemacht worden. "Das Verhalten der Bank entsprach hier nicht unseren Standards und war inakzeptabel. Das gilt leider auch für andere Fälle", schreibt Cryan.

...

Copyright

© SPIEGEL ONLINE

Weiterlesen
70 Aufrufe
0 Kommentare

US-Einreisebann gebrochen - vorerst

Nachdem ein Richter im US-Bundesstaat Washington das umstrittene Einreiseverbot vorläufig gestoppt hat, befördern erste Fluglinien wieder betroffene Passagiere in die USA. Unterdessen kündigte die Regierung an, Widerspruch gegen die Entscheidung einzulegen. Präsident Trump nannte die Verfügung "lächerlich".

Nach der einstweiligen Verfügung gegen den von Präsident Trump verfügten Einreisestopp werden die ersten davon betroffenen Passagiere wieder in die USA befördert. Die arabische Fluggesellschaft Qatar Airways etwa teilte auf ihrer Internetseite mit, dass es Bürgern aus den sieben betroffenen Staaten sowie Flüchtlingen wieder gestattet sei, in die Vereinigten Staaten einzureisen, sofern sie ein gültiges US-Visum oder eine Green Card vorweisen könnten. Auch weitere Fluglinien wie die Lufthansa, Swissair, Egyptair, American Airlines oder Air France kündigten an, vom Einreiseverbot betroffene Bürger zu befördern. In einer Telefonkonferenz mit den Fluggesellschaften hatte die Grenzschutzbehörde erklärt, dass sie nun wieder die Visa akzeptieren werde und zur Praxis vor dem Erlass zurückkehren werde.

Einreisen darf nun auch ein Baby, das in New York eine lebensrettende Operation erhalten soll. Das vier Monate alte Mädchen aus dem Iran und ihre Familie hätten Reisedokumente erhalten, teilte der Gouverneur von New York, Andrew Cuomo, mit. Zuvor war der iranischen Familie, die Verwandte im US-Bundesstaat Oregon hat, die Einreise verweigert worden. Cuomo kritisierte den Einreisestopp erneut scharf: "Während Washington versucht, Amerikas goldene Tür zu schließen und die Fackel der Freiheitsstatue auszulöschen, wird New York den Idealen treu bleiben, auf denen diese Nation gebaut ist", betonte der Gouverneur.

US-Bundesrichter blockiert Einreiseverbot

Zuvor hatte ein Richter im Bundesstaat Washington der vor einer Woche verfügten Einreisesperre einen Riegel vorgeschoben. Der Bann ist vorläufig ausgesetzt.

Die einstweilige Verfügung gilt laut der Urteilsbegründung landesweit, wie die Generalstaatsanwaltschaft mitteilte. Sie bleibe bis zur Entscheidung in der Hauptsache in Kraft. Der Bundesstaat Washington war der erste Bundesstaat, der gegen das Dekret des US-Präsidenten Donald Trump Einspruch eingelegt hatte - nur drei Tage, nachdem der Einreisestopp vom Republikaner Trump verhängt worden war. Im Laufe der Woche schloss sich auch der Staat Minnesota der Klage an.

...

Copyright

© Tagesschau

Weiterlesen
63 Aufrufe
0 Kommentare

Bundesliga: Schalke muss bei den Bayern ran

Diese Anwendung benötigt JavaScript. Bitte aktivieren Sie JavaScript in Ihrem Browser.

Copyright

© Tagesschau

28 Aufrufe
0 Kommentare

Wahl in Frankreich: Das "Who is who" der Kandidaten

Die heiße Phase im französischen Präsidentschaftswahlkampf hat begonnen: Zuwanderung, EU-Mitgliedschaft, Mindestlohn oder Umwelt - Wahlkampfthemen gibt es viele. Doch wofür stehen die aussichtsreichsten Kandidaten? Und wer hat welche Chancen?

Von Le Pen bis Mélenchon: Kurz vor der Präsidentenwahl in Frankreich wird das Bewerberfeld deutlicher. Doch mit weiteren Überraschungen ist zu rechnen. Die wichtigsten Anwärter im Überblick:

Marine Le Pen

Die Kandidatin des rechtsextremen Front National (FN) vertritt radikale Positionen im Hinblick auf Europa und Ausländer. Unter anderem strebt sie mit ihrer Partei ein Referendum über einen Austritt Frankreichs aus der Europäischen Union ("Frexit") an, zudem eine drastische Beschränkung der Einwanderung sowie protektionistische Maßnahmen für die französische Wirtschaft. Dazu zählt etwa der Ausstieg aus dem Euro. In Umfragen für die erste Wahlrunde im April liegt die 48-Jährige mit mindestens 25 Prozent regelmäßig vorne.

François Fillon

Der Spitzenkandidat der bürgerlichen Rechten galt vor der Affäre um den Parlamentsjob seiner Frau als Favorit der Wahl. Nach einer neuen Umfrage könnte der 62-Jährige jedoch - entgegen bisheriger Annahmen - nicht in die entscheidende zweite Runde im Mai gelangen. Die französische Justiz prüft Vorwürfe, wonach Fillons Frau nur zum Schein im Parlament angestellt war. Fillon hatte die Vorwürfe mehrfach zurückgewiesen.

Der ehemalige Premierminister gilt als Wirtschaftsliberaler und Vertreter eines Sparkurses. Er will eine halbe Million Jobs im öffentlichen Dienst kürzen und seine Landsleute länger arbeiten lassen.

...

Copyright

© Tagesschau

Weiterlesen
42 Aufrufe
0 Kommentare

Karneval in Köln: Lkw-Verbot in der Innenstadt

Symbolbild: LKW sperrt Kölner Straße ab

Am Karnevalssonntag und am Rosenmontag gilt ein Lkw-Verbot in der Kölner Innenstadt. Die Maßnahme sei eine Folge der Terroranschläge in Berlin und Nizza, teilte die Stadtverwaltung mit. [mehr]

Meldung bei www.tagesschau.de lesen

Copyright

© Tagesschau

29 Aufrufe
0 Kommentare